Mobilitätsminister Peter Hanke kündigte bei einer Pressekonferenz mit Martin Russ, Geschäftsführer von Austria Tech, die nächsten Schritte für automatisierte Mobilität in Österreich an. Nach zwölf Jahren Forschungsförderung mit einem Gesamtvolumen von 63,5 Millionen Euro leitet das Mobilitätsministerium nun den Übergang in den erweiterten Testbetrieb ein, um die nächste Phase für einen verkehrssicheren Regelbetrieb in Österreich einzuleiten.
Mehrwert statt Science-Fiction
Wie Minister Hanke sagte, soll ein konkreter Mehrwert im Mobilitätsbedürfnis der Österreicherinnen und Österreicher geschaffen und ein sicherer Betrieb gewährleistet werden. „Automatisiertes Fahren ist aus meiner Sicht keine technische Spielerei, sondern leistet einen wesentlichen Beitrag für sichere und zukunftsorientierte Mobilität“, sagte Hanke. „Im Mittelpunkt meiner Vision stehen dabei immer die Bedürfnisse und der Mehrwert für die Menschen. Daher ist entscheidend, die Leute mitzunehmen und Vertrauen in die neuen Technologien zu schaffen, die wir bisher nur mit Science-Fiction verbinden.“
Dafür werden verschiedene Gesetzesmaterien angepasst, um den erweiterten Testbetrieb zu ermöglichen – konkret werden die Automatisiertes-Fahren-Verordnung sowie das Kraftfahrgesetz (KFG) novelliert. Das Mobilitätsministerium verfolgt bewusst den Ansatz, automatisiertes Fahren nicht nur auf den Individualverkehr und Robotaxis zu fokussieren, sondern sieht darin insbesondere eine Chance für den öffentlichen Verkehr im ländlichen Bereich. Im Herbst 2026 wird Mobilitätsminister Hanke einen Gipfel aller Schlüsselakteure aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft einberufen, um gemeinsame Roadmaps für die weitere Entwicklung abzustimmen. Laut Skalierungsperspektive der Austria Tech sollen bis 2030 etwa 30 bis 50 Fahrzeuge in zwei bis drei Testregionen auf Level 4 (fahrerlos) autonom unterwegs sein.
