Es ist schon Tradition, dass wir uns Ende April in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer in der Wiedner Hauptstraße in Wien treffen: Wir – das sind die Spitzen des Bundesgremiums des Fahrzeughandels, der Bundesinnung der Fahrzeugtechnik, des Verbands Österreichischer Kraftfahrzeugbetriebe (VÖK) sowie des A&W Verlags. Aus Franken reist auch stets der Geschäftsführer von puls Marktforschung an. Einziges Thema der rund zweistündigen Sitzung: der „Händlerradar“.
Für jene (vermutlich nicht allzu zahlreichen) Leser, die diesen Begriff noch nicht kennen: Der „Händlerradar“ ist die größte Zufriedenheitsumfrage unter den österreichischen Markenhändlern und -werkstätten (bzw. den Retailern und Business Providern, wie sie im Agenturvertrieb von Stellantis heißen). Rund 2 Dutzend Marken sind dabei, etwa 500 Partner werden befragt, es gibt genau vorgegebene Fragen und – das Wichtigste – absolute Anonymität. Das Ergebnis wird von den Importeuren stets mit Spannung erwartet.
Bei der jährlichen Sitzung im Frühjahr wird (nach einer kurzen Rückschau auf die abgelaufene Saison, um es im Fußballerjargon zu sagen) stets besprochen, wo die Schwerpunkte der diesjährigen Umfrage liegen sollen. Eines vorweg: Der im Vorjahr mit viel Hirnschmalz gekürzte Fragenkatalog bleibt heuer unverändert bestehen. Und das Sonderthema dreht sich um die Sicherung der Erträge in der Zukunft. Auf die Antworten kann man gespannt sein!
Ebenso gespannt sein darf man auf das Abschneiden des Neuzugangs: Erstmals werden auch die Händler und Werkstattpartner von BYD befragt. Dafür wird Jaguar gestrichen: Die logische Folge davon, wenn man seit Monaten kein einziges neues Auto verkauft hat. Hingegen bleibt Land Rover momentan dabei. Die erforderlichen 0,5 Prozent Marktanteil im Schnitt der vergangenen Jahre wurden gerade noch erreicht. Einzig das kleine Netz könnte verhindern, dass es zu einem Ergebnis kommt. Das war auch schon im Vorjahr deutlich zu spüren.
Und sonst? Durchgeführt werden die telefonischen Umfragen wieder im Juli und August. Bitte heben Sie ab, wenn bei Ihnen eine Leipziger Nummer (+49 341…) am Display aufscheint. In Leipzig sitzt nämlich das Telefonstudio, dessen Mitarbeiter die Interviews führen. Ein erster Trend wird (wie jedes Jahr) am „A&W-Tag“ in der Wiener Hofburg präsentiert, dieses Jahr am 20. Oktober. Und das Ergebnis erfahren Sie am 5. November um ca. 14 Uhr. Dann erscheinen die Meldungen und das Sieger-Interview in der (übrigens vor Kurzem erneuerten und aufgewerteten) App der „AUTO-Information“, wenig später sollte alles auch online auf www.autoundwirtschaft.at abrufbar sein.
Aber bis dahin ist noch viel zu tun: Doch der Anfang ist gemacht, und das ist das -Wichtigste! Rufen Sie nicht an, Leipzig ruft Sie an!
