Positiv blickt Timo Sommerauer, BA, der für Seat und Cupra zuständige Markenleiter bei Porsche Austria, in die nahe Zukunft: Mit 2.885 Neuzulassungen für Cupra und 3.732 für Seat kommen die beiden Marken nach dem 1. Quartal auf 6.617 Einheiten. „Insgesamt planen wir mit 25.700 Stück bis Ende des Jahres“, meint Sommerauer. 2025 waren es 11.219 Cupra sowie 12.768 Seat, also insgesamt 23.987 Stück. „Wir haben eigentlich für heuer mit 23.000 Einheiten geplant“, sagt Sommerauer.
Verantwortlich für die positive Entwicklung sind mehrere Dinge: Zum einen die 10-Jahres-Garantie, die der Importeur bei der Händlerkonferenz im November des Vorjahres für alle neuen Seat angekündigt hat. „Diese Garantie war der Hauptgrund, warum wir auch heuer unseren Marktanteil halten“, sagte Sommerauer am Rande der Pressepräsentation des Cupra Born in Madrid im Exklusiv-Interview: „Während andere Länder, wo es diese Garantie nicht gibt, verlieren, liegen wir nach den ersten beiden Dekaden im April bei Seat wieder bei einem Markt-anteil von 4,8 Prozent.“
Bei Cupra lockt einerseits der Raval zusätzliche Kunden (siehe eigener Bericht in diesem Heft), andererseits kommt zu Sommerbeginn auch der erneuerte Born. Sommerauer glaubt, dass es auch gelingen wird, bisherige Firmenkunden „auf das neue Modell umzudrehen“. Das Verhältnis zwischen Firmen- und Privatkunden lag beim Born bisher bei etwa 55:45 Prozent. „Wir haben festgestellt, dass Private vor allem Sondermodelle wie den Born Alpha oder den Born X kaufen, also maximal 28.000 Euro für ein Elektroauto in diesem Segment ausgeben wollen.“
Born X verkauft sich besser als erwartet
Das Sondermodell Born X, das vom auslaufenden Modell angeboten wird, sei „in den vergangenen Wochen durch die Decke gegangen“, meint Sommerauer. Der Born X sei solide ausgestattet und mit dem größeren Akku (78 kWh) um 24.900 Euro zu haben. „Wir haben mit 200 bis 300 Autos geplant, doch binnen weniger Wochen sind 540 Orders hereingekommen.“ Daher werde man vom Born (altes und neues Modell addiert) heuer nicht wie geplant 1.000 bis 1.200, sondern wohl 2.300 bis 2.400 -Einheiten verkaufen, heißt es beim Importeur.
