"Ich bin der Überzeugung, dass noch mehr repariert werden kann", erklärte Thomas Behl vom Allianz Zentrum für Technik (AZT). Man dürfe in der Reparatur nicht immer nur Einzelpositionen miteinander vergleichen, "am Ende ist die Instandhaltung die nachhaltigere Variante", so Behl.
"Es braucht die maximale Transparenz bei der Verwendung von gebrauchten Ersatzteilen", hielt Sven Rabe, Vorstandsvorsitzender der VAV Versicherung in Österreich, im Rahmen einer Podiumsdiskussion fest. Für Mst. Reinhart Clark, Inhaber eines Karosseriebeitriebs in Wien und Vorsitzender des Lack- und Karosseriebeirats, ist der Einsatz von Gebrauchtteilen vor allem für Selbstzahler mit Fahrzeugen in einem höheren Alter "sinnvoll". Allerdings müsse das Thema Gebrauchtteile erst Fahrt aufnehmen, dazu nahm er das komplette Reparaturgewerbe in die Pflicht.
Lesen Sie mehr: Das war der 2. Schadendialog
Bei der Verwendung von Gebrauchtteilen müssen man die Marken- von den freien Betrieben trennen, meinte VVO-Kfz-Chefsachverständiger Alexander Bayer. Schließlich würden Markenhändler einen gewissen Teile-Umsatz benötigen, um in den Genuss von Boni von Herstellerseite zu kommen. Für CarTV-COO Anette Chaasèe ist die Verwendung von Gebrauchtteilen ein Prozessthema: "Wir müssen eine Plattform finden, wo alle Marktteilnehmer vernetzt werden, wo Teile angeführt und Verfügbarkeiten garantiert werden."
