Wie beurteilen Sie den Erfolg? Die Bewertung von 7,58 ist noch besser als im Vorjahr, als Mazda 7,30 erreichte.
Christian Heider: Wir wissen ja nie, was die Mitbewerber machen. Aber wir haben heuer Dinge gemacht, wo ich gehofft habe, dass sie für unsere Partner passen. Man sieht das an einzelnen Verbesserungen in gewissen Bereichen. Die Stimmung im Händlernetz ist gut. Wir sind in einem engen Austausch, der sehr positiv ist, weil wir keine negativen Kommunikations-Baustellen haben. Ich sehe auf den ersten Blick sehr viele Dinge, wo wir uns zumindest ein Stück verbessert haben.
Der partnerschaftliche Kontakt zu den Verantwortlichen des Importeurs ist bei Mazda stets gut: Was haben Sie verändert?
Heider: Das ist unsere Paradedisziplin, und wir haben den Wert heuer nochmals von 8,09 auf 8,33 gesteigert. Wir treffen uns regelmäßig, neu sind die regionalen Abendessen mit den Händlern. Anwesend sind 5 bis 10 Händler pro Treffen plus ein Team von uns. So kommen wir näher an die Händler ran und hören immer etwas Neues. Außerdem sehen einander die Händler, was auch gut ist.
Wenn man sich die Entwicklung der Verkaufszahlen für Neuwagen ansieht, erwarten sich 40 Prozent eine Verbesserung und nur 5 Prozent niedrigere Ergebnisse.
Heider: Wir haben schon heuer die Strategie, dass wir das Volumen steigern, und das haben wir per Ende September geschafft, auch wenn wir noch nicht ganz am Ziel sind. Auch 2027 wollen wir unsere Potenziale umsetzen.
Bei der Umsatzrendite gibt es 20 Prozent positive, aber 25 Prozent negative Stimmen. Eine Folge der zunehmenden Elektrifizierung der Modellpalette?
Heider: Wir liegen hier deutlich besser als vor einem Jahr, was sicher am gestiegenen Volumen liegt. Der CX-5 wurde gut eingepreist und wir müssen keine große Rabattschlacht eingehen.
Das beste Ergebnis unter allen 26 Marken erreichte Mazda beim Aufwand für die Erfüllung von Vorgaben und Standards beim Fahrzeugverkauf. Warum?
Heider: Wir haben an den Standards nichts geändert, aber in der Kommunikation erklärt, warum das notwendig ist, etwa bei den Vorführwagen: Wenn ein Kunde kommt, hat er das Recht, das neueste Modell zu fahren.
Sie haben angekündigt, dass ab 2027 die CI erneuert wird. Was sagen die Händler dazu?
Heider: Das stößt nicht bei jedem auf Gegenliebe. Aber die Händler vertrauen uns, weil sie wissen, dass diese Entscheidung je nach Geschäftsverlauf und Potenzial umgesetzt wird und die CI modular aufgebaut werden kann. Ein großer Betrieb, der Platz hat und die Investitionen steuern kann, hat einen anderen Umfang als ein kleiner.
Die Einhaltung von Zahlungsverpflichtungen durch den Importeur ist einer der vielen positiven Punkte …
Heider: … und das ist extrem wichtig: Wenn man zwei Wochen nicht zahlt, kann es bei den hohen Summen zu einem Problem werden. Bei uns geht am zweiten Tag das Geld raus.
Hingegen sieht es bei der Lieferfähigkeit von Teilen weiterhin nicht so gut aus, meinen zumindest die Servicepartner …
Heider: Dieser Wert ist heuer mit 6,75 deutlich besser als die 6,00 vom Vorjahr. Wir sind auf einem guten Weg, nachdem wir viel Aufwand betrieben haben, wo es anfangs ein Ruckeln gab.
Einer der wenigen Punkte, wo Mazda ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielt, ist die Attraktivität von Marke und Fahrzeugen: Allerdings ist das sehr wichtig, oder?
Heider: Ja, aber mit einer Bewertung von 7,75 haben wir uns auch hier im Vergleich zum Vorjahr, als wir 7,50 hatten, verbessert. Wir haben neue Modelle wie den Bestseller CX-5 und den CX-6e. Der war zwar zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht am Markt, doch die Händler kannten das Auto. Wir wissen auch, dass wir kein Vorreiter bei den alternativen Antrieben sind. Doch je mehr dieser Autos kommen, desto besser wird der Wert. Heuer sind es 6,30, im Vorjahr waren es 5,95.
