Putztuch-Services können dazu beitragen, Ressourcenverbrauch und Emissionen zu verringern sowie Abläufe in der Produktion zu optimieren. Ein zentraler Faktor sei die Langlebigkeit und damit häufige Wiederverwendbarkeit von Textilien. Mehrwegputztücher, die der Dienstleister Mewa anbiete, könnten beispielsweise bis zu 50-mal gewaschen und erneut eingesetzt werden. Im Vergleich zu Einwegtüchern sinke der Materialverbrauch damit um das Fünf bis Achtfache. 

Nachhaltigkeit als unternehmerisches Prinzip

Das Mewa-Putztuchsystem, das in über 150.000 Betrieben europaweit eingesetzt werde, verhindere jährlich die Entstehung mehrerer Tausend Tonnen gefährlicher Abfälle, die andernfalls aufgrund der Verunreinigung mit Ölen und Schmierstoffen gemäß Gefahrstoffverordnung entsorgt werden müssten. Solange sich Putztücher von Mewa im Servicekreislauf befänden, gelten sie hingegen nicht als Abfall im Sinne des europäischen Abfallrechts, sondern würden vom Dienstleister gewaschen und wieder eingesetzt. Zusätzlich trage der Einsatz zertifizierter Sicherheitscontainer zur Lagerung verschmutzter Mehrwegtextilien dazu bei, potenzielle Gefahren im Betrieb zu vermeiden. Die nachhaltige Ausrichtung der Mewa Dienstleistung beginne bereits in der Produktion der Putztücher. So bestehen die eingesetzten Garne zu 50 Prozent aus recycelten Materialien. Produziert werden die Putztücher in der unternehmenseigenen Weberei im nordhessischen Immenhausen. Auch alle weiteren Aufbereitungs- und Logistikprozesse des Mewa Mehrwegsystems folgten dem Nachhaltigkeitsprinzip. Ein zentrales Element sei die energetische Nutzung der aus den Tüchern ausgewaschenen Schmutzstoffe.

Ziel ist die klimaneutrale Distribution

Dadurch lassen sich bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs für die Trocknung der Putztücher decken. Technische Maßnahmen wie Hochtemperatur-Brennkammern und moderne Rauchgasreinigungssysteme sorgten dafür, dass die Belastung der Abluft die gesetzlichen Anforderungen sogar unterschreite. Weitere Einsparungen von Primärenergie werden durch Wärmerückgewinnung in Wasch- und Trocknungsanlagen sowie durch den schrittweisen Ausbau von Photovoltaik erzielt. Parallel stellt das Unternehmen seinen Fuhrpark sukzessive auf alternative Antriebsformen um mit dem Ziel einer klimaneutralen Distribution. Auch beim Wasserverbrauch setzt das Mewa-System auf Kreislaufprinzipien.