Das Auto, kein Statussymbol mehr? Eine von Marketagent durchgeführte von Helvetia in Auftrag gegebene Studie lässt an dieser These Zweifel aufkommen. Nicht nur, dass man viel Zeit hinter dem Steuer verbringt. 69 Prozent der Österreicher sind demnach stolz auf ihr Fahrzeug und sehen darin weit mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. „Die Ergebnisse unserer aktuellen Studie zeigen, wie emotional Österreicher:innen mit ihrem Auto verbunden sind. Für viele ist es ein Statussymbol, Alltagsbegleiter und ein persönlicher Raum, in dem auch gelegentlich die Emotionen hochkochen, wenn unterschiedliche Ansichten aufeinandertreffen«, sagt Werner Panhauser, Vorstand Vertrieb und Marketing von Helvetia Österreich.

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Eigenes Fahrkönnen und das der anderen
Jedenfalls ist das Selbstvertrauen der Österreicher ist beim Autofahren groß: 92 Prozent der Befragten bezeichnen sich selbst als sichere Lenker, mehr als die Hälfte (57 Prozent) ist überzeugt, besser zu fahren als der eigene Partner.

Die intensive Beziehung zu den eigenen vier Rädern zeigt sich auch darin, wie sensibel die Österreicher auf den Umgang anderer damit reagieren: 80 Prozent mögen es gar nicht, wenn Türen zu fest zugeschlagen werden, jemand mit schmutzigen Schuhen ins Auto einsteigt oder Müll liegen bleibt. 48 Prozent können es nicht leiden, wenn im Auto gegessen oder getrunken wird. 

  • 69 Prozent der Österreicher sind stolz auf ihr Fahrzeug.
  • 92 Prozent bezeichnen sich selbst als sichere Autofahrer:innen.
  • Mehr als die Hälfte (57 Prozent) ist überzeugt, besser Auto zu fahren als die eigene Partnerin oder der eigene Partner.
  • 8 von 10 mögen es nicht, wenn andere ihr Auto schlecht behandeln.
  • 28 Prozent nutzen das Auto bewusst, um kurz allein zu sein oder Ruhe zu haben.
  • Jeder Zweite (49 Prozent) möchte nicht, dass andere Personen mit dem eigenen Auto fahren.
  • 9 von 10 Österreicher (93 Prozent) legen im Auto immer den Sicherheitsgurt an, 22 Prozent fahren im Sommer gelegentlich mit Flip-Flops oder barfuß.

Ruhe und Zweisamkeit
28 Prozent nutzen das Auto bewusst als Rückzugsort. Abgeschirmt vom Alltag fällt es leichter, Dinge anzusprechen, die sonst ungesagt bleiben. 64 Prozent haben im Auto schon einmal ein ernstes Gespräch geführt, einen Konflikt ausgetragen oder – ganz klassisch – Kritik am Fahrstil der lenkenden Person geübt. Doch das Auto bietet auch Raum für Zweisamkeit: So gibt die Hälfte der Befragten an, das Auto als Ort für Intimität zu nutzen – bei den Millennials sind es sogar 60 Prozent, gefolgt von der Generation X (53 Prozent), den Babyboomern (47 Prozent) und zum Schluss die Jüngsten (42 Prozent bei Generation Z). 

Dass das Auto mehr als ein Fortbewegungsmittel ist, zeigt sich auch bei der Bereitschaft es zu teilen: Fast das halbe Land möchte nicht, dass andere Personen mit ihrem Auto fahren. Kein Wunder, immerhin stimmen 40 Prozent der Befragten zu, dass ihr Auto ihre Persönlichkeit widerspiegelt. 

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Sicherheit geht vor
Bei der Sicherheit zeigt sich ein starkes Grundbewusstsein, aber auch ein deutliches Generationengefälle. 93 Prozent legen immer den Sicherheitsgurt an, bei den Babyboomern sind es nahezu alle (98 Prozent), bei der Gen Z hingegen nur 82 Prozent. Das oft gehörte Vorurteil, dass Singles weniger sicherheitsbewusst unterwegs sind als Familien, bestätigen diese Ergebnisse nicht. So fahren 96 Prozent der Ein-Personen-Haushalte angegurtet und liegen damit über Paarhaushalten mit Kindern, die auf 90 Prozent kommen. 

Ähnliches gilt beim Schuhwerk: 22 Prozent fahren im Sommer gelegentlich mit Flip-Flops oder barfuß. Bei der Gen Z ist es mit 38 Prozent mehr als ein Drittel, bei den Babyboomern nur 5 Prozent, Personen ohne Kinder 14 Prozent und Personen mit Kindern 30 Prozent. Panhauser: „Das ist nicht automatisch verboten, kann im Schadenfall aber relevant werden, wenn ungeeignetes Schuhwerk nachweislich zum Unfall beigetragen hat. Sicherheit beginnt daher oft schon vor dem Losfahren – auch bei der Wahl der Schuhe. Wem sein Auto wirklich am Herzen liegt, der sorgt auch dafür, dass die Fahrt sicher beginnt. Denn klare Regeln gelten nicht nur für andere, sondern auch für einen selbst.“