… ja, für wen eigentlich? Diese Frage stellt sich ein motorisierter Verkehrsteilnehmer in diesen Zeiten öfter. Gefühlt wird dem Individualverkehr gerade auf vielen Ebenen das Leben schwer gemacht. Das betrifft nicht nur den diesjährigen Baustellensommer, der quer durch die Republik das Vorankommen auf den Straßen massiv erschwert hat. Speziell in Wien ging an manchen Tagen gar nichts mehr – und das zu einer Zeit, wo sich die Daheimgebliebenen und Werktätigen gerne an einem ruhigeren Verkehrsaufkommen im Sommer erfreuen. Dieses Jahr? Zu früh gefreut! Denn die Bundeshauptstadt glich in der wärmsten Jahreszeit des Jahres einer Dauerbaustelle – mit Fahrspursperrungen, Umleitungen, massiven Staus und damit auch massiven Verzögerungen. Der Umstieg auf die „Öffis“ hätte zumindest in Wien ebenfalls wenig Sinn gemacht, denn auch hier gab es massive Einschränkungen: Sperre der sogenannten S-Bahn-Stammstrecke, ein großflächiger Kabelbrand, der ebenfalls für den Wegfall wichtiger Verbindungen sorgte, und ein Schienen-Ersatzverkehr mit Bussen, die sich in weiterer Folge mit anderen motorisierten Verkehrsteilnehmern den Platz in den Groß-Staus teilten.

Und warum das Ganze? Das weiß niemand! Denn vielerorts sind Sanierungsmaßnahmen zwar notwendig, in zahlreichen Fällen aber nicht. Denn unter dem Vorwand von Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten fallen in Wien gerne einmal Fahrspuren und Parkplätze weg, um üppigen „Fahrrad-Highways“ und Erholungszonen, wobei Letztgenannte oftmals hoch versiegelt rasch zum „Hundeklo“ mutieren, Platz zu schaffen. Falls irgendjemand in Wien glaubt, dass das Auto keine Zukunft hat, dem lege ich die Statistik zu den Führerscheinen und Lenkberechtigungen 2025 nahe. Hier wurden zum 3. Mal in Folge mehr Führerscheine ausgestellt und auch der B- und der BV-Schein (Autofahren mit 17) gerne nachgefragt. Also ist der Nachwuchs nach wie vor entsprechend „autoaffin“ und mutiert für die Kfz-Branche zu Kunden von morgen. Die Rahmenbedingungen müssen allerdings stimmen – und das Auto (weiterhin) leistbar bleiben!