Europas Autoindustrie könnte bis 2030 zwischen 100 und 150 Milliarden Euro an Wertschöpfung verlieren, wenn die Abhängigkeit von asiatischen Batterieherstellern bestehen bleibt. Das zeigt eine neue Studie der Wirtschaftsprüfer von Deloitte Touche Tohmatsu Limited/London (GB). Laut der Studie werden bereits 77% der weltweiten Batteriezellen in Asien produziert, auf Europa entfallen nur 13%.
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Zudem stehen 98% der europäischen Batteriefabriken unter Kontrolle asiatischer Unternehmen. Bis 2030 sollen in Europa 27,8 Mio Elektroautos gebaut werden, wofür 1.950 Gigawattstunden Batteriekapazität nötig wären. Allein bei Zellfertigung und Materialaufbereitung könnten europäischen Unternehmen rund 10,5 Mrd Euro Gewinn entgehen.
Batterieprojekte scheitern an Kosten und Regulierung
Die größten Schwächen Europas liegen laut Deloitte Touche Tohmatsu Limited/London (GB) bei Zellkomponenten und Materialaufbereitung. Diese Bereiche wurden von 83 beziehungsweise 82% der Befragten als zentrale Herausforderungen genannt. In den vergangenen drei Jahren wurden nur 40% der geplanten Batterieprojekte vollständig umgesetzt, ein Viertel gar nicht realisiert.
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Als Gründe gelten schwankende Nachfrage, fehlende Wettbewerbsfähigkeit und regulatorische Unsicherheit. 80% sehen die geltenden Vorgaben als Belastung. Gefordert werden schnellere Genehmigungen, stabile Nachfrage und eine klare Clean-Tech-Strategie. Förderungen müssten laut Deloitte auch die kapitalintensiven ersten Betriebsjahre absichern.
