Eine Studie der Managementberatung Horváth zeigt, dass chinesische Elektroautos in Europa mehr und mehr als ernstzunehmende Alternative wahrgenommen werden. Für die Untersuchung wurden knapp 4.500 Pkw-Besitzer in 16 europäischen Ländern sowie in China, Brasilien, Indien und den USA befragt. Voraussetzung war, dass die Befragten in den nächsten 2 bis 3 Jahren -einen Autokauf -planen.
Mehr als die Hälfte
In Europa können sich mittlerweile 55 Prozent der Befragten vorstellen, ein chinesisches -E-Auto zu kaufen. Gegenüber 2024 entspricht das einem Plus von 7 Prozentpunkten, gegenüber 2023 sogar einem Zuwachs von 12 Prozentpunkten. Während Österreich mit 49 Prozent im europäischen Mittelfeld liegt und damit gegenüber dem Vorjahr unverändert bleibt, ist die Akzeptanz in anderen Ländern stark gestiegen. In Deutschland würden 52 Prozent ein chinesisches Modell in Betracht ziehen, Anfang 2024 waren es noch 37 Prozent. Besonders hoch ist die Akzeptanz in Spanien und Ungarn mit jeweils knapp drei Viertel der Befragten. Geringer ist das Interesse in der Schweiz mit 46 Prozent sowie in den Niederlanden und Frankreich mit jeweils 47 Prozent.
Qualität vs. Preis/Leistung
Als wichtigstes Argument für chinesische -E-Autos gilt vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis. In Österreich nannte das mehr als die Hälfte der interessierten Befragten als entscheidendes Kaufargument. Gleichzeitig gewinnt „Made in China“ in der Autoindustrie an Qualitätswahrnehmung: Während 2023 in Österreich noch 20 Prozent die Qualität als Kaufargument sahen, waren es nun 27 Prozent. Allerdings bleibt Qualität auch ein Gegenargument: 42 Prozent der österreichischen Befragten nannten sie als Grund, kein chinesisches E-Auto zu kaufen.
In China können sich 92 Prozent der Befragten den Umstieg auf ein Elektroauto vorstellen. Europa hinkt in dieser Frage hinterher. Auch in Österreich habe sich die Dynamik zuletzt verlangsamt, unter anderem weil durch die Diskussion rund um das Verbrennerverbot der unmittelbare Handlungsdruck gesunken sei.
