Im BMW Group Werk Steyr nimmt der Einstieg in die Wasserstoff-Technologie konkrete Formen an. Nach der Ankündigung im Vorjahr laufen nun die Umbauarbeiten für die künftige Serienproduktion und die Industrialisierung des Brennstoffzellensystems. Bis zu 50 Millionen Euro investiert das Werk dafür in einem ersten Schritt. Die Vorserie soll 2027 starten, die Serienproduktion ist für 2028 geplant.

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Produziert werden die Brennstoffzellensysteme künftig auf der ehemaligen V8-Produktionsfläche. Diese wird seit April auf die neuen Anforderungen vorbereitet. Laut BMW wurden die Produktionsanlagen bereits fertig geplant, erste Anlagenkomponenten befinden sich bereits im Aufbau.

Über den Sommer sollen sie bei überwiegend oberösterreichischen Lieferanten entstehen und voraussichtlich im Winter nach Steyr geliefert und dort installiert werden.„Die Wasserstoff-Technologie ist ein zentraler Baustein unserer technologieoffenen Antriebsstrategie. Mit dem Aufbau der Produktion in Steyr schaffen wir die Voraussetzungen, um auch künftig flexibel auf unterschiedliche Kundenanforderungen reagieren zu können“, sagt Werksleiter Harald Gottsche.

Neues Produktionssystem

Für die Montage entsteht ein neues, flexibles Produktionssystem. Statt klassischer Förderbänder sollen sogenannte Workflow-Liner zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um Transportwagen, mit denen die Brennstoffzellensysteme von Station zu Station bewegt werden. Diese Wagen werden derzeit für den neuen Einsatzzweck angepasst und mit speziellen Halterungen ausgestattet.

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Auch die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat begonnen. Erste Teams werden bereits im Kompetenzzentrum in München auf die Fertigung der Brennstoffzellensysteme vorbereitet. Künftig sollen rund 50 Beschäftigte in diesem Produktionsbereich arbeiten.

Ergänzung zu bestehenden Antriebskonzepten

Parallel dazu läuft in Steyr die Entwicklung weiter. Das Entwicklungszentrum übernimmt die Industrialisierung des gesamten Systems, also jene Entwicklungsleistungen, die für eine spätere Serienproduktion notwendig sind. Die dafür vorgesehenen Prüfstände sowie die Wasserstoff-Infrastruktur wurden bereits 2025 in Betrieb genommen und werden nun weiter ausgebaut.

BMW sieht Wasserstoff als Ergänzung zu bestehenden Antriebskonzepten wie batterieelektrischen Fahrzeugen, Plug-in-Hybriden und Verbrennungsmotoren. Ab 2028 soll der neue BMW X5 erstmals auch mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie verfügbar sein.

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Auch Oberösterreichs Wirtschafts-, Energie- und Forschungslandesrat Markus Achleitner sieht darin ein Signal für den Standort: „Die Mobilitätswende braucht Vielfalt statt Einseitigkeit.“ Die Vorbereitung der Wasserstoff-Produktion stärke nicht nur BMW Steyr, sondern eröffne auch dem Automobilstandort Oberösterreich neue Zukunftsfelder.