Rund 3.000 Audi-Beschäftigte haben bei einem nächtlichen Warnstreik in Ingolstadt für höhere Löhne und gegen die Sparpläne des Konzerns protestiert. Laut IG Metall war es die bislang größte Kundgebung der aktuellen Warnstreikwelle in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie.

Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Lohn sowie 110 Euro zusätzlich für Auszubildende bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten hingegen eine Einmalzahlung von einem Prozent des Bruttojahresgehalts im Sommer 2027 sowie eine Tariferhöhung um 1,3 Prozent im Sommer 2028.

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Scharfe Kritik übte IG-Metall-Landesbezirksleiter Horst Ott auch an Audi-Chef Gernot Döllner. Dessen Auftritt bei einem Wahlkampftermin von US-Präsident Donald Trump bezeichnete er als „armselig“.

Den geplanten Aufbau einer US-Produktion halte Ott grundsätzlich für richtig, der Zeitpunkt sei angesichts der Sparpläne in Deutschland jedoch „instinktlos und respektlos“. Audi prüft unter Berufung auf eine sogenannte „Schlechtwetterklausel“ weitere Einsparungen. Die IG Metall fordert eine verlässliche Zukunftsperspektive für die deutschen Werke in Ingolstadt und Neckarsulm.